Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern

Herzlich Willkommen auf der neuen Internetseite des Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern!

Hier findet Ihr Aktuelles, Termine  und sonstige Neuigkeiten rund um den Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern.

Für Ideen und Kritiken sind wir sehr dankbar. Schickt uns diese bitte per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .


Viele Grüße


Der Landesvorstand

 

Seminare

 


Seminar Modul I "Schulrecht, Schülervertretung und selbstständige Schule"

Du hörst immer wieder an deiner Schule von unterschiedlichen Mitwirkungsmöglichkeiten, weist aber nicht genauer darüber bescheid? Das wollen wir ändern und deshalb laden wir dich zu unserem Seminar in die JUGENDHERBERGE GREIFSWALD ein!

Auf dem ersten Seminar im "neuen" Jahr 2012, wollen wir euch die Grundlagen des Schulgesetzes vermitteln, aber auch einige rhetorische Grundlagen und die Planung von Schülervollversammlungen sollen nicht zu kurz kommen.

Das Seminar ist wie immer kostenlos, auch Fahrkosten werden erstattet. Meldet euch schnell unter dem Reiter "Online-Anmeldung" an oder schreibt eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Die Teilnehmerzahl ist begrenzt!

[www.bahn.de Anreisebutton]

Wir freuen uns auf euch!

Der Landesvorstand

 


5. Landeskonfernez und Schülervollversammlung des Landesschülerrates MV

Liebe Schüler,
wir laden euch in dem Zeitraum vom 25.11.- 27.11.2011 recht herzlich in die Jugendherberge Burg Stargard ein. Unter dem Motto "Welcome to Stargard-Castle! ...weil Bildung königlich ist!" werdet ihr in vielen verschiedenen Workshops aktiv, nehmt an heißen Diskussionsrunden mit einigen bildungspolitischen Sprechern unseres Landtages, sowie mit dem noch unbekannten Bildungsminister ;-) aus Mecklenburg-Vorpommern teil und trefft natürlich viele coole Leute aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. Für die Abendgestaltung ist natürlich auch gesorgt! Am Freitagabend haben wir viele verschiedene Workshops, z.B. einen Tanzworkshop für euch vorbereitet. Und am Samstagabend findet der 2. Landesschülerratsball mit Dresscode und live DJ statt.

Weitere Informationen zum coolsten Event des Jahres 2011 erhaltet ihr in Zukunft an euer Schule und auch bei facebook. Fragen könnt ihr uns natürlich auch jederzeit via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Die Veranstaltung ist für euch komplett kostenlos, Reisekosten werden im nachhinein erstattet!

+++ Anmeldeschluss!!! +++ Die Anmeldung ist nicht mehr möglich!!! +++


Beste Grüße, wir freuen uns auf dich!

Der Landesvorstand

Weitere Links:

 


Seminar zum Thema Schulrecht, Schülervertretung und selbstständige Schule

Du hörst immer wieder an deiner Schule von unterschiedlichen Mitwirkungsmöglichkeiten, weist aber nicht genauer darüber bescheid? Das wollen wir ändern und deshalb laden wir dich zu unserem Seminar nach Burg Stargard ein!

Wir werden dir die neuen Möglichkeiten der Mitwirkung aufzeigen und die Strukturen des neuen Schulmodells "Selbstständige Schule" und die sich daraus ergebenden Folgen für dich und deine Mitschüler erläutern. Neben genaueren Informationen im Umgang mit dem Schulgesetz wollen wir euch auch einige Grundlagen der Rhetorik und des Projektmanagements vermitteln.
Neben dem inhaltlichem Rahmenprogramm bieten wir dir aber auch jede Menge neue Leute kennen zu lernen und die Abende beim gemütlichen Zusammensein ausklingen zu lassen.
Das Seminar ist für dich und deine Freunde komplett
kostenlos. Die Kosten für deine Anreise werden Euch im Nachhinein zurückerstattet.

Wir freuen uns auf dich!

Viele Grüße

Der Landesvorstand
Weitere Links:

Vorbereitungswochenende für die 5. Landeskonferenz (Seminar in Wismar)
→ 1. Seminar im neuen Schuljahr: Sei dabei und Misch dich ein!

Wir hoffen, dass Ihr alle geniale Sommerferien hattet und auch wieder gut in das neue Schuljahr gestartet seid.

Mit dem neuen Schuljahr kommen natürlich auch neue spannende Aufgaben auf den Landesschülerrat Mecklenburg-Vorpommern und eine der wichtigsten wollen wir gerne mit Euch gemeinsam vorbereiten. Und zwar die

5. Landeskonferenz des Landesschülerrates Mecklenburg-Vorpommern.

Wir wollen uns ein ganzes Wochenende Zeit nehmen um erste Ideen zu sammeln, ein Motto zu finden und wichtige organisatorische Absprachen für die Landeskonferenz zu treffen.

Wenn du Lust hast das anstehende Event selbst mit zu gestallten, Inhalte ein zu bringen, Aktionen zu planen, dann melde dich zu unserem Vorbereitungswochenende an! Wie immer kostenlos!

Wann?  09. September bis zum 11. September 2011

 

Anmeldung:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

>Ablaufplan<

Wir freuen uns auf Dich!

Der Landesvorstand


 

4. Landeskonferenz in der Seminarreihe "Mach's dir selbst!" des Landesschülerrates Mecklenburg-Vorpommern

Liebe Schüler unseres Landes,

wir laden Euch recht herzlich zu unserer nächsten Landeskonferenz nach Burg Stargard ein. Unter dem Motto "Stay here, be cool!" habt Ihr die Möglichkeit, im Zeitraum von Freitag, den 24.06.2011 bis Sonntag, den 26.06.2011, in vielen Interessanten Workshops aktiv zu werden, Euch an spannenden Diskussionsrunden zu betildigen und natürlich auch neue und nette Leute kennen zu lernen.

Interesse? Meldet Euch schnell unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an, da die Teilnehmerzahlen begrentzt sind. Das Wochenende ist für Euch komplett kostenlos, das heißt Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten werden komplett übernommen.

Weitere Informatinen erhaltet Ihr bei facebook. Einladung und Ablaufplan erhaltet Ihr hier.

Beste Grüße

Der Landesvorstand

PS: Wenn Ihr hier klickt bekommt Ihr das A4-Plakt zur Landeskonferenz, als .pdf-Datei. Ausdrucken, Kleber ran und schön in der Schule verteilen! :-)


FES-Seminar in der Jugendherberge Greifswald - Die Schülergremien mit ihren Rechten und Funktionen

Am nächsten Wochenende (Freitag, den 20.05.2011 bis Sonntag, den 22.05.2011) findet wieder ein Seminar des Landesschülerrates Mecklenburg-Vorpommern, in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, statt. Thema ist diesmal: "Die Schülergremien und ihre Rechte und Funktionen". Dich erwartet ein spannendes Wochenende mit vielen coolen Leuten in einer geilen Location. Das Seminar ist für Dich kostenfrei, lediglich die Fahrtkosten musst Du selber tragen!! Anmeldung bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !!! (Es gibt von der FES keine Anmeldebestätigung!!!!!)

Wir freuen uns auf Dich!

Der Landesvorstand


13.05.2011 bis 15.05.2011: Schülerinteressenvertretung - Redet mit und mischt Euch ein! (Seminar in Burg Stargard)

In dem Zeitraum vom Freitag, den 13.05.2011 bis zum Sonntag, den 15.05.2011 habt Ihr noch nichts vor! ;-) Da gibt es wieder ein "Mach's dir selbst!" Seminar, in der Jugenherberge Burg Stargard. Thema ist diesmal: "Schülerinteressenvertretung - Redet mit und mischt Euch ein!"

Euch erwartet ein cooles Wochenende, mit vielen neuen und alten Gesichtern und Ihr fahrt 100%-ig nicht nach Hause ohne was gelernt zu haben.

Haben wir Euer Interesse geweckt? Dann meldet Euch schnell an und zwar via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Die Teilnahme ist für Euch komplett kostenlos! Auch die Fahrtkosten/ Anreisekosten werden Euch erstattet.

Wir freuen uns auf Euch!

Der Landesvorstand


"Mach's dir selbst!" in Rostock - Der Schülervertreter als Projektmanager an der Selbstständigen Schule in MV

Vom 8.- 10. April 2011 findet wieder ein "Mach's dir selbst!"- Seminar in Rostock- Warnemünde statt.
Thema ist dieses Mal: "Der Schülervertreter als Projektmanager an der Selbstständigen Schule in MV".

Die Fahrkosten werden im Nachhinein erstattet und die Teilnahme ist selbstverständlich kostenfrei!

Weitere Informationen findet Ihr im Ablaufplan und in der Einladung.

Meldet Euch schnell unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Wir freuen uns auf Euch!

Der Landesvorstand


"Mach's dir selbst!" Seminar in Burg Stargard

Vom 25.- 27. März 2011 findet in Burg Stargard wieder ein Seminar zum Thema "Schülvertretung, Schulrecht und Selbstständige Schule" statt.

Die Teilnahme an dem Seminar ist komplett kostenlos. Auch die Fahrtkosten werden im nachhinein erstattet.

Ihr habt noch Fragen? Dann schreibt uns eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Landesvorstand


Endlich ist es wieder soweit: Erstes Seminar 2011 in Rostock

Vom 04.- 06. März 2011 veranstalten wir wieder ein Seminar in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Jugendherberge Rostock (Warnemünde). Euch erwartet ein interessantes Wochenende mit vielen coolen Leuten!

Ihr habt noch fragen? Sendet uns einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Der Landesvorstand

Landesvorstand

Der Landesvorstand ist Euer direkter Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme rund um den Schulalltag! Die Benötigten Informationen, um Kontakt zu unseren Vorstandsmitgliedern aufzunhemen, findet Ihr hier.

 

Grundsatzprogramm

Das offizielle Grundsatzpapier des Landesschülerrates Mecklenburg-Vorpommern

Vorweg
Der Landeschülerrat Mecklenburg-Vorpommern ist die offizielle Vertretung aller Schüler des Bundeslandes. Er vertritt ihre Interessen in der Öffentlichkeit und gegenüber Institutionen, setzt sich für die Rechte der Schüler ein und ist deren direkter Ansprechpartner bei allen, die Schule betreffenden Fragen und Problemen. Der Landesschülerrat ist überparteilich und besitzt das schulpolitische Mandat.

Inhalte der Bildung
Bildung umfasst für uns zwei Bereiche. Der erste ist der allgemein unumstrittene und praktizierte Bereich der reinen Wissensvermittlung. Hier sollen Schüler umfassendes allgemeines Wissen erwerben und sich in jedem Fach ein Grundstock an Fakten aneignen, der je nach Schulform, die Voraussetzung für den Besuch der Universität, einer beruflichen Schule oder einer Fachhochschule darstellt. Mit dem Nahebringen des zweiten, nicht weniger wichtigen, Bereich von Bildung hingegen tun sich deutsche Schulen bislang leider immer noch mehr als schwer: hierbei geht es nicht um das Pauken von Fakten. sondern um soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Vermögen komplexe Inhalte selbst zu erarbeiten und darzustellen, vernetztes Denken, Kreativität, Selbständigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Des weiteren müssen Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen, Toleranz zu üben, mit der täglich auf sie einwirkenden Informationsflut kritisch umzugehen, ihre Rechte zu wahren und zu nutzen, die anderer zu akzeptieren, Konflikte friedlich zu bewältigen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Obwohl all dies in §2 des Schulgesetzes verankert ist, wird dem im Schulalltag kaum Rechnung getragen. Dieser Zustand muss sich schnellstmöglich ändern. Denn diese Fähigkeiten sind für jeden einzelnen von großer Bedeutung um die eigene Persönlichkeit zu entfalten, die gegebenen Chancen zu nutzen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und die Zukunft positiv zu gestalten. Außerdem bilden sie das Fundament eines jeden demokratischen Rechtsstaat.

Demokratisierung und Mitbestimmung
Die Demokratie funktioniert nur durch die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Doch leider nutzen zu viele Menschen in Deutschland Auf diese Weise erscheint vielen Schüler das (Schul-) politisches Engagement als wirkungslos, werden in die Statistenrollegedrängt mit der sie sich zu oft zufrieden geben.

Dieser Zustand muss sich ändern! Unsere Generation ist diejenige, die die Zukunft des Landes gestalten und Verantwortung übernehmen muss. Aber das können wir nur, wenn wir gelernt haben, welche Rechte wir haben, und wie wir sie nutzen können. Deshalb ist es wichtig, dass Schüler wesentlich stärker als bisher, und vor allem gleichberechtigt in die Gestaltung des Schulwesen mit einbezogen und die Möglichkeiten der Mitbestimmung voll ausgeschöpft werden.

Daher fordern wir:

  • Prinzipien der Schülermitwirkung müssen ein fester Bestandteil des Sozialkundeunterrichts werden
  • wichtige Entscheidungen dürfen nicht länger vorwiegend in Dienstbesprechungen oder durch den Direktor gefällt, sondern müssen konsequent durch die Schulkonferenz beschlossen werden
  • Klassenleiterstunden für alle Klassen
  • entsprechende materielle und finanzielle Ausstattung aller Gremien der Schülervertretung ( Büroraum, Kommunikationsmittel, Bürobedarf, Etat )
  • nicht nur Mitsprache- ,sondern Mitbestimmungsrechte für Stadt-, Kreis-, und Landesschülervertretungen in allen die Schüler betreffenden Entscheidungen

Unterrichtsgestaltung

Noch immer verhalten sich Schüler im Unterricht zu häufig passiv, hören kommentarlos Vorträge des Lehrers, schreiben stumm Tafelbilder ab, die sie dann stupide auswendig lernen und in Kontrollen wiedergeben. Doch genau dies - das Wiedergeben gehörter Fakten - ist gemäß den geltenden Zensurenrichtlinien lediglich eine 4. Schüler müssen daher verstärkt in die Problemlösung und die Erarbeitung von Fakten miteinbezogen werden und in Diskussionen die Möglichkeit erhalten, ein Thema von mehreren Seiten zu beleuchten und in seiner Gesamtheit zu erfassen - diese Möglichkeiten müssen natürlich auch von Seiten der Schüler genutzt werden.

Weiterhin vermissen Schüler den Bezug des gelernten zum außerschulischen Leben und beklagen, dass ihnen oft nicht klar sei, wozu sie bestimmte Dinge lernen. Der Unterricht ist zu wenig praxisbezogen.

Möglichkeiten, die Situation zu verbessern sind:

  • das Aufzeigen der Anwendungsmöglichkeiten des Lernstoffes
  • verstärkter Projektunterricht
  • 2-3Praktika in der Schullaufbahn einer/s jeden Schülers/in
  • Exkursionen in Museen, Betriebe, Gedenkstätten, zu Messen und Ausstellungen
  • Besuch von Parlamentssitzungen und Gerichtsverhandlungen, sozialer Einrichtungen und Institutionen
  • fächerübergreifender Unterricht
  • mehr experimentelle und kreative Arbeit
  • sinnvolle langfristige Aufgaben
  • Einbeziehung der Schüler in die Themenwahl

Auf diese Weise können Schüler Wissen leichter verinnerlichen und effektiver nutzen.

Öffnung der Schule am Nachmittag
Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Schüler am Nachmittag interessante, sinnvolle und attraktive Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bieten - ja, im Idealfall schlicht ein Ort sein, an dem Schüler sich gerne aufhalten, den sie selbst gestalten und an dem sie ihre Freunde treffen können. Jede Schule muss dazu ausreichend Räume zur Verfügung stellen, die auch bis mindestens 18 Uhr für Schüler zugänglich sind und während dieser Zeit durch Schulsozialarbeiter betreut werden.

Das Freizeitangebot einer jeden Schule kann z.B.:

  • Theatergruppen
  • Räume und Instrumente für Schülerbands
  • Sportmannschaften
  • Kunst- ,Astronomie-, Schach-, Film/Fotokurse etc.
  • Gestaltung einer Schülerzeitung
  • Internetcafé
  • Hausaufgabenhilfe

umfassen. Dies erfordert natürlich verstärktes ehrenamtliches Engagement der Lehrer.

Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeiter müssen einen festen Platz an jeder Schule haben.
Sie sollen die kompetente Vertrauens- und Hilfsperson für Schüler sein, d.h. er / sie muss:

  • Vermittler zwischen Lehrer und Schüler sowie Eltern
  • Berater in Konfliktsituationen
  • "Zuhörer" bei Problemen der Schüler
  • Schlichter bei innerschulischen Streitigkeiten
  • Ansprechpartner allen für die Schüler relevanten Themen

sein.

Damit Schulsozialarbeiter diese zwar vielleicht im ersten Augenblick einfach erscheinenden, bei näherer Betrachtung ins besondere in der Praxis allerdings sehr komplexen, Aufgaben bewältigen kann, bedarf es einer flexiblen, offenen und nicht-dogmatischen Arbeitsweise. Dazu müssen Distanzschranken, die gegenüber allen Angestellten, bzw. in der Schule arbeitenden Personen bestehen, teilweise abgebaut werden.

Voraussetzung dafür ist, dass die Beziehungen zwischen Schüler und Schulsozialarbeitern keinesfalls hierarchisch geordnet sind. Um ein solches Vertrauensverhältnis aufzubauen, muss der Schulsozialarbeiter ständig in der Schule präsent sein und sich den Schüler über schulinterne Angebote wie z.B. Hausaufgabenhilfe, Projekte, Pausenversorgung und Schulclub in das Gedächtnis rufen. Um Kontinuität der Arbeit zu erreichen müssen sie in jedem eine längerfristige Anstellung erhalten. Für seine Arbeit müssen Schulsozialarbeiter in der Schule einen eigenen Raum und auch einen eigenen Telefonanschluss erhalten. Sie dürfen sich in keiner Weise einem Lehrer unterstellt fühlen und müssen gegebenenfalls an der Schule oder dem Personal berechtigte Kritik üben können, ohne unangenehme Konsequenzen seitens der Lehrer oder der Schulaufsicht fürchten zu müssen. Außerdem sind Schulsozialarbeiter keine Hilfslehrer, sie dürfen weder planmäßigen, noch Vertretungsunterricht geben.

Schulstrukturen
In Anbetracht der Tatsache, dass Mecklenburg-Vorpommern ein Flächenland ist, dessen Einwohner-, und damit auch Schülerzahlen, stetig zurückgehen und das des weiteren mit dem Problem der mangelnden Akzeptanz der Haupt- und teilweise auch Realschulen konfrontiert ist, erscheint eine spezielle Alternative zu den jetzigen Strukturen notwendig. Der LSR hält daher den Zusammenschluss der Haupt- und Realschulen zur Regionalen Schule, verbunden mit der Initiative „Handwerk an die Schulen“, für ein sinnvolle Möglichkeit den Problemen des Flächenlandes Herr zu werden ohne das dies auf Kosten der Qualität der Bildung geht. Innerhalb der Regionalen Schule soll es von der Anforderung her unterschiedliche A- und B- Kurse in jedem Fach und jeder Klassenstufe von 5 bis 9 geben. Auch Fächer wie Musik und Sportdürfen nicht als Fächer zweiter Klasse behandelt werden, in dem man hier von einer Differenzierung und somit von einer besonderen Förderung der SchülerInnen absieht. Den unterschiedlichen Leistungen und Bedürfnissen muss in jedem Fach entsprochen werden. SchülerInnen sollen zum Ende jedes Schuljahres selbst festlegen, in welchem Fach sie im folgenden Jahr auf Haupt- bzw. Realschulniveau unterrichtet werden wollen. Auf dem Zeugnis darf keine Pauschalisierung der Leistungen erfolgen. Wer z.B. in einem Fach im A-Kurs eine 2 erreicht hat, bei dem darf das Fach nicht als ein im B-Kurs mit 3belegtes ausgewiesen werden, damit das Zeugnis als Haupt- oder Realschulzeugniseindeutig eingeordnet werden kann. Jedes Zeugnis soll individuell und nichteindeutig der Haupt- bzw. Realschule zuzuordnen sein. Es muss für jedes Fachersichtlich sein, ob der A- oder B-Kurs besucht wurde und welche Leistung dort erzielt wurde - dies gilt auch für das Abgangszeugnis. Der Haupt- und Realschulabschluss nach der 9. bzw. der 10. Klasse sollen erhalten bleiben. Berechtigt, die 10. Klasse zu besuchen, und damit die Möglichkeit zu bekommen, den Realschulabschluss zu erwerben, ist wer in der 9. Klasse nicht mehr als 4A-Kurse und Mathe, Deutsch und Englisch im B-Kurs belegt hat.

Die Regionale Schule soll speziell der Vorbereitung auf die Berufsschule, Berufsausbildung, die Fachoberschule, die Berufsfachschule, Höhere Berufsfachschule und die Fachschule dienen und parallel zum Gymnasium existieren. Der Erwerb des Abschlusses nach der 10.Klasse berechtigt nach wie vor zum Besuch der Sekundarstufe 2 des Gymnasiums. Das Gymnasium dient speziell der Vorbereitung auf die Fachhochschule, die Universität und auf die Ausbildung zu höheren Ausbildungsberufen.

Daneben spricht sich der Landeschülerrat für ein Abitur nach 12 Jahren aus. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass ein den allgemeinen Anforderungen genügendes Abitur auch in dieser Zeiterreicht werden kann. Für das Zurückfahren der Schulzeit ist jedoch ein entsprechender Beschluss der Kultusministerkonferenz Voraussetzung, damit die Anerkennung des Abiturs unseres Bundeslandes auch in anderen Ländern gewährleistet werden kann.

Benotung
Kopfnoten sind pädagogisch völlig unsinnig. Sie berücksichtigen den Charakter, Persönlichkeit, familiäre Voraussetzungen und auch außerschulische Probleme der SchülerInnen in keiner Weise. Diese Faktorenbeeinflussen, Lernverhalten, soziale Fähigkeiten, Arbeitsbereitschaft und- einsatz sowie verhalten im Kollektiv jedoch extrem stark. Zu diesen Punkten kann daher keine Einschätzung erfolgen, die sich in einer Zahl ausdrücken lässt ohne ein falsches Bild über die Persönlichkeit der SchülerInnen zu vermitteln. Kopfnoten können durch LehrerInnen willkürlich vergeben werden, ihr Zustandekommen lässt sich für Außenstehende kaum nachvollziehen, es fällt extrem schwer, Einspruch wirksam geltend zu machen.

  
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