SchulCampus Rostock-Evershagen

Am 18.01.2012 ereignete sich am SchulCampus Rostock-Evershagen ein erschreckender Vorfall:

"Am besagten Tag fand eine Schulkonferenz statt, bei der 4 Lehrervertreter, 4 Schülervertreter, 4 Elternvertreter sowie der Schulleiter, Gerald Tuschner, anwesend waren.  Nach dem Bericht des Schulleiters über die aktuelle Schulsituation warfen drei anwesende Lehrerinnen das Thema Sauberkeit im Schulhaus auf.  Sie bemängelten die Sauberkeit im Schulgebäude, vor allem die der Toiletten. Dabei war ihr Lösungsansatz die Schüler das Schulgebäude, insbesondere Klassenräume und Toilettenräume, reinigen zu lassen.  Dies sollte beispielsweise an einem Freitag nach der 6. Stunde oder an einem Sonnabend Vormittag geschehen und für alle Schüler verpflichtend sein.  Desweiteren sollte diese „Reinigungsaktion“ noch vor dem „Tag der offenen Tür“ unserer Schule stattfinden,damit Besucher ein schönes und sauberes Bild unserer Schule erhalten.
Dieser Vorschlag stieß, verständlicher Weise, auf große Entrüstung bei uns Schülern. Wir stellten uns die Frage warum wir Schüler das Schulgebäude reinigen sollen. Gibt es für diese Reinigung nicht seitens der Stadt eine Verpflichtung? Auf Nachfrage unserseits wurde uns dem Schulleiter erklärt , dass sich die Reinigungsfirma bei manchmal auftretenden massigen Verschmutzungen, z.B. der Toilettenräume, nicht mehr in der Aufgabe sieht diese zu beseitigen.
Aber wir sollten diese Aufgabe bewältigen? Ist es nicht für uns Schüler eine entwürdigende Maßnahme die Toilettenräume zu reinigen? Noch dazu außerhalb unserer Schulzeit.
Selbstverständlich erklärten wir unseren Standpunkt und dass es für uns nicht tragbar ist solche Angelegenheit zu lösen. Wir stießen auf Unmut, der durch lautstarke Äußerungen von Lehrerseiten deutlich gemacht wurde, sowie Unverständniss. Immer wieder wurde uns erklärt, dass wir ja  wohl in einer Schule Unterricht haben wollen, in der wir uns auch wohl fühlen.
Selbstverständlich entspricht dies der Wahrheit, jedoch sehen wir uns nicht in der Pflicht das Schulgebäude oder sogar noch Gelände zu reinigen.
Wir werden die Opfer von mangelndem oder unzureichendem Reinigungspersonal.
In der Tat erkannte dies leider keiner der Anwesenden an, im Gegenteil wir Schüler wurden mehrere Male angegriffen.  Während wir argumentativ versuchten unseren Standpunkt zu vertreten, geschah dies durch die Lehrer auf emotionaler Ebene.  Wir Schüler sollten durch Erheben der Tonlautstärke sowie entnervten Mimiken und Gestiken, wenn wir unsere Einwände kund tun wollten, eingeschüchtert werden. Des Weiteren wurden die anwesenden Schüler teilweise einzeln angesprochen um den Druck auf sie zu erhöhen. Wir Schüler fragen uns warum eine sachliche Diskussion Seitens der Lehrer nicht möglich ist.  Leider war auch eine Trennung von Privatem und Schulischem bei den Lehrern nicht  zu erkennen.  Uns wurde vorgehalten, dass Z:“Zu hause ja auch jemand putzen müsste, also könnten wir Schüler doch auch in der Schule putzen!“, mit dem Ziel uns auf emotionaler Ebene zu manipulieren , damit wir etwas zustimmen was nicht für Schüler tragbar ist und die Grenzen überschreitet. Aus Schülersicht ist Toilettenräume reinigen ist keine pädagogische Maßnahme. Es ist eher eine Demütigung, die jeder Schüler unsere Schule für die Sauberkeit jener ertragen soll. An diesem Punkt stellt sich für uns Schüler die Frage wie es überhaupt zu so etwas kommen kann und warum die Stadt nicht für das Reinigen von Schulen Spezialisten stellt. Nach längerer eher einseitigen Diskussion dieser Thematik machte der Lehrkörper Druck so schnell wie möglich einen Termin für diese „Reinigungsaktion“ zu finden.  Festgelegt wurde, gemeinsam  in Absprache mit den Eltern jedoch ohne uns Schüler, der letzte Tag vor den Ferien und ein späterer Freitag nach den Ferien. Alles vor dem „Tag der offenen Tür“ um das Bild einer sauberen Schule zu wahren.   Nach dieser Terminfestlegung wurden alle weiteren Einwände der Schüler dieses Thema betreffend abgewürgt und es wurde zum nächsten Thema über gegangen.
Nach Beendigung der Schulkonferenz suchten wir noch einmal kurz das Gespräch mit dem Schulleiter. Dieser stellte die „Reinigungsaktion“ dann als Beschluss der Schulkonferenz dar. Wir fragen uns, wie die Schulkonferenz einen Beschluss fassen kann ohne eine demokratische Abstimmung zu treffen, geschweige denn, einen Beschluss zu fassen welcher die Schüler dazu verpflichten soll das Schulgebäude zu reinigen. Des weiteren wurde während der gesamten Diskussion Fragen wie: „Wer stellt die Mittel zum Putzen bereit? Wie sollen wir Schüler Kaugummis von den Tischen entfernen? Wie sollen wir die mit wasserfestem Schreibwerk beschmierte Toilettenräume reinigen? Wie kann man uns so etwas verpflichtend auferlegen?“
Wir Schüler der Schule bitten hiermit die zuständigen Behörden Stellung zu diesem Sachverhalt zu nehmen und gegebenfalls Schritte einzuleiten.", so eine Schülerin des SchulCampus Rostock-Evershagen.

Fassunglos, wie wir? Diskutiert mit!

Kommentare   

 
0 #1 Joochen Haart 2012-03-14 18:11
Gefällt mir ganz und gar nicht!!! :-x
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